GDCh Wissenschaftsforum Chemie
AG-Treffen Chemie-Ausbildung für Mediziner
Mittwoch, 2. September 2009, Goethe-Universität Frankfurt/Main

 

Das Treffen fand  im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie der GDCh im Hörsaalzentrum der Universität Frankfurt/Main statt. 

Teilnehmer:
Prof. Dr. Ernst Egert, Univ. Frankfurt/Main
Dr. Stefan Horn, Univ. Frankfurt/Main
Dr. Richard Krieger, Univ. Freiburg
Dr. Erich Leitner, GÖCH, Wien
Dr. Barbara Patzke, Univ. Frankfurt/Main
Dr. Axel Schunk, Charité Berlin

Protokoll:

Zu Beginn der Gesprächsrunde wurde die Situation an verschiedenen Hochschulen diskutiert. Während in Deutschland die Chemie-Ausbildung für Mediziner derzeit noch an den meisten Hochschulen von den naturwissenschaftlich/chemischen Fakultäten gehalten wird (außer in Berlin, Hannover, Magdeburg und einigen weiteren Hochschulen mit Reform-/Modellstudiengängen), findet sie in Österreich fast nur noch in den Medizinischen Fakultäten statt.

Die Studiengebühren ermöglichen an einigen Hochschulen die Einrichtung von Tutorien oder Vorkursen; an der Charité werden Tutorien derzeit vom Dekanat bezahlt. Zusätzliche Angebote zu Studienbeginn erscheinen immer wichtiger, da viele Themen im Schulunterricht nicht mehr vorkommen, Chemie-Kurse abgewählt wurden und viele Studienanfänger vor Beginn des Medizinstudiums arbeiten oder längere Praktika absolvieren. Die Studierendenschaft erscheint zunehmend heterogener.
In Frankfurt werden zusätzlich "Crashkurse" zur Vorbereitung auf Nachholklausuren angeboten.

Die anderen Fächer üben zunehmen Einflussnahme und Druck aus, die Lehrinhalte nur noch an medizinischen Themen zu orientieren - andererseits besteht oftmals wenig Interesse seitens der Studierenden, sich mit Themen zu beschäftigen, bei denen keine unmittelbare Klausur- und Prüfungsrelevanz erkennbar ist.

Es wird vorgeschlagen, das nächste Treffen in die Zeit der EuCheMS-Tagung in Nürnberg zu legen.

 

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Letzte Änderungen am: 03. Februar 2010, A. Schunk