GDCh Jahrestagung Chemie
AG-Treffen Chemie-Ausbildung für Mediziner
Dienstag, 13. September 2005, Universität Düsseldorf

 

Das Treffen fand statt im Rahmen der Jahrestagung Chemie 2005 in Düsseldorf am
Dienstag, 13. September 2005, 10.30-12.00
Universität Düsseldorf

Teilnehmer:
Dr. Stephanie Grond, Univ. Göttingen
Dr. Roland Kabuß, MH Hannover
Prof. Dr. Uwe Pfüller, Univ. Witten-Herdecke
Dirk Schneider, Univ. Düsseldorf
Prof. Dr. Claudia Staudt-Bickel, Univ. Düsseldorf
Dr. Axel Schunk, GDCh

Tagesordnung:
1. Neustrukturierung der Chemie-Ausbildung
1.1. Universität Göttingen (S. Grond)
1.2. Medizinische Hochschule Hannover (R. Kabuß)
1.3. Diskussion
2. Lehrmaterialien aus dem VS-C
3. Weiterführung der AG
4. nächster Termin

Protokoll:
 
1.1. Zu Beginn stellt Frau Dr. Grond die derzeitige Situation an der Universität Göttingen vor. Es werden dort pro Semester ca. 220 Humanmedizin- und 40 Zahnmedizin-Studierende betreut. Nach der neuen Approbationsordnung wurde zunächst die Chemieausbildung als Block in das 3. Semester gestellt. Da insbesondere die Physiologen die fehlenden Chemiekenntnisse beklagten, findet nach der letzten Änderung der Chemiekurs je zur Hälfte im 1. und 3. Semester statt.
 
1.2. Herr Kabuß berichtet über die Lage an der Medizinischen Hochschule Hannover. An der MHH wurde auf Tertiale umgestellt, die jeweils 10 Wochen dauern. Die Chemieausbildung findet im 2. und 3. Tertial statt. Es werden nur noch eine Vorlesung und das Praktikum (9 Praktikumstage: 3 AC + 6 OC) angeboten. Der Schein wird gemeinsam für den Chemie- und Biochemie-Kurs ausgegeben.
 
1.3. Die Universität Düsseldorf bietet vor Beginn des 1. Semesters einen "Brückenkurs" an, vor allem für Studienanfänger mit geringen Chemiekenntnissen. An den Praktikumstagen gibt es zu Beginn ein mündliches Testat beim Betreuer. Es werden 6 Kurstage angeboten, wobei ein Tag ein theoretisches Seminar (mit Computereinsatz) zur Stereochemie ist.
 
An der Universität Witten-Herdecke gibt es einen grundsätzlichen Unterschied zwischen der Ausbildung von Human- und Zahnmedizin-Studierenden. Für Zahnmediziner finden eine Vorlesung und Seminar-Praktikums-Blöcke statt. Für Humanmedizin wird ein Modellstudiengang angeboten, bei dem die Studierenden selbst entscheiden können, welche Lehrveranstaltungen zu welchen Themen angeboten werden. Chemie-Praktika sind sehr selten, meist wird zur Chemie nur ein "Crashkurs" gewünscht.
 
2. Alle Anwesenden verwenden die multimedialen Lehrmaterialien aus dem Vernetzten Studium - Chemie, die derzeit noch am AK Prof. Gasteiger, Computer-Chemie-Centrum Erlangen, angeboten werden. Es herrscht Konsens, dass diese Materialien auf jeden Fall weiterhin für Lehrende und Lernende verfügbar sein sollten, da sie eine wichtige Ergänzung der Lehrangebote darstellen.
 
3. Bei der AG zur Chemieausbildung für Mediziner handelt es sich bisher um eine informelle Gruppe von interessierten Dozenten und Assistenten. Es besteht prinzipiell die Möglichkeit, einen Arbeitskreis zu diesem Thema an einer GDCh-Fachgruppe zu bilden. Voraussetzung dafür wäre aber eine (auch mittelfristig) ausreichende Zahl an Teilnehmern.
 
4. Als Termin für das nächste Treffen wird Dienstag, 4. April 2006 vorgeschlagen. Das Treffen wird voraussichtlich an der Universität Göttingen stattfinden. Frau Dr. Grond wäre bereit, die vor-Ort-Organisation zu übernehmen.
Neben Diskussionen zur aktuellen Situation an den verschiedenen Hochschulen sollen auch neue Lehrmaterialien und (insbesondere) Praktikumsversuche, vorzugsweise mit medizinischem Bezug, vorgestellt werden.

 

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Letzte Änderungen am: 12. Dezember 2005, A. Schunk