VRML Konverter
VRML Konverter für Chemische Strukturen
Wir haben einen WWW-Service entwickelt, der chemische Strukturen in über 40 etablierten
Austauschformaten einlesen kann, um daraus eine VRML-Szene zu generieren. Der Benutzer
hat dabei die Möglichkeit, eine Vielzahl von Visualisierungsparametern einzustellen
[2].
Falls das Austauschformat keine 3D-Daten enthält, werden diese automatisch berechnet.
Die Applikation erlaubt den interaktiven Wechsel zwischen den Darstellungsformen sowie
die Berechnung von Atomabständen und Bindungswinkeln durch einfaches Anklicken der
entsprechenden Atome. Diese Optionen stehen als reine Client-seitige Funktionen zur
Verfügung und werden durch automatisch generierte, eingebundene Skripte realisiert.
Darüberhinaus ist es auch möglich, Atome mit atomaren Eigenschaften wie
Atomnummer, Atomsymbol, Polarisierbarkeit oder Sigmaladung zu versehen.
Abbildung 1: VRML Szene von C9H12
(ball&stick Darstellung) mit Berechnungs-Option zur Darstellung von
Atomabständen und Winkeln und Display-Option zum interaktiven Wechsel der Darstellungsform.
Ein weiteres Merkmal unsere Applikation ist die Visualisierung von Multi-Frame Dateien.
Diese chemischen Austauschformate enthalten mehrere 3D Datensätze von einem Molekülensemble
in verschiedenen Zeitschritten. Diese Dateien erlauben die Speicherung von molekularen
Bewegungen wie sie bei chemischen Reaktionen oder molekularen Dynamiken auftreten.
Unsere Applikation speichert diese Bewegungsabläufe als Trajektorien und stellt diese
als animierte 3D-Szenen da.
Abbildung 2: Schnappschüsse von einer animierten VRML Szene einer
Polybutylen-Reaktion.
http://www2.chemie.uni-erlangen.de/services/vrmlcreator/
VRML Konverter für Biologische Makromoleküle
Biologische Makromoleküle, wie Proteine oder Nukleinsäuren (z.B. DNA) enthalten einige
100 bis einige 10000 Atome. Dieser Umstand führt zu Problemen, wenn solche Moleküle
visualisiert werden sollen. Einzelne Bindungen und Atome können nicht mehr als seperate
graphische Objekte dargestellt werden, da das interaktive Rendering einer solchen 3D-Szene
auf gebräuchlichen PCs unmöglich wäre. Auf der anderen Seite sind Wissenschaftler oft
nicht an einer Darstellung von Makromolekülen interessiert, die alle atomaren Detailinformationen
enthält. Zu viel Informationen (wie z.B. auf der Stufe von einzelnen Atomen) führt zu
überladenen Szenen, was eine Identifikation von wichtigen Elementen wie sekundären
Strukturen sehr schwierig macht. Deshalb enstanden in der Vergangenheit
spezielle Darstellungsformen für Makromoleküle. Die Visualisierung dieser Moleküle
erfordert besondere Methoden, um eine hohe Rendering-Qualität zu erhalten. Wir haben
einen optimierten VRML Konverter für die Darstellung von biologischen Makromolekülen
in ihren gebräuchlichen Darstellungsformen entwickelt. Der Konverter erlaubt eine flexible
Darstellung von speziellen Gruppen und Atomen. Diese Option ermöglicht die Begrenzung
der Darstellung von detaillierten atomaren Informationen in die Szene auf ausgewählte
Regionen, wo diese erforderlich oder nützlich sind.
Abbildung 3: VRML Szene des ternären Komplexes - Elongationsfaktor Tu,
aminoacylierte tRNA and Guanosintriphosphat - von Escherichia coli.
Abbildung 4: Guanosintriphosphat (GTP) und GTP Bindungsstelle des
Elongationsfaktors Tu von Escherichia coli.
|