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Johann Gasteiger wurde 1941 in Dachau geboren. Er studierte Chemie an den Universitäten München und Zürich und promovierte 1971 an der Universität München bei R. Huisgen mit mechanistischen Untersuchungen an Reaktionen des Cyclooctatetraensystems. Als Postdoktorand (1971-1972) führte er an der University of California in Berkeley bei A. Streitwieser, Jr., ab-initio-Rechnungen an Carbanionen durch. 1972 wechselte er an die Technische Universität München und entwickelte in einer Gruppe von I. Ugi den Prototyp eines Syntheseplanungsprogramms. Er habilitierte sich 1978 für das Fach Chemie mit einer Arbeit über Modelle und Algorithmen zur Behandlung chemischer Reaktionen und der Reaktivität. Seit 1989 ist er apl. Professor an der TU München. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung von Methoden und Computerprogrammen zur Reaktionsvorhersage und Syntheseplanung, zur Auswertung und Simulation von Massenspektren und zur dreidimensionalen Modellierung von Molekülen. Er war von 1987-1991 Projektleiter für das Fachinformationszentrum Chemie zum Aufbau einer Reaktionendatenbank auf der Basis von ChemInform und erhielt 1991 die Gmelin-Beilstein-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker für seine Leistungen auf dem Gebiet der Computerchemie.

   

Jure Zupan wurde 1943 in Ljubljana, Slowenien, geboren. Er studierte Physik an der Universität von Ljubljana, und promovierte dort 1972 bei D. Hadzi mit einer Arbeit über die Energiebänder der Bornitride. Bis 1973 arbeitete er am Institut Josef Stefan im Bereich der Quantenchemie und der magnetischen Eigenschaften von keramischen Materialien. Seit 1974 leitet er eine Gruppe am National Institute of Chemistry in Ljubljana. Seine Arbeitsgebiete umfassen Chemometrie, künstliche Intelligenz, Expertensysteme und die Entwicklung von Computeralgorithmen für chemische Anwendungen. Als Gastprofessor war er 1982 an der Arizona State University, USA, 1988 an der Vrije Universiteit, Brüssel, und 1990-1992 an der TU München in Garching tätig. Für seine Forschung (ca. 150 Originalpublikationen, 2 Monographien und 3 Bücher) erhielt er im Jahr 1991 die höchste slowenische Forschungsauszeichnung. Er ist seit 1975 habilitiert und seit 1988 Professor für Chemometrie an der Universität von Ljubljana.

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Johann.Gasteiger@chemie.uni-erlangen.de