GDCh Jahrestagung Chemie
Symposium Chemie-Ausbildung für Mediziner
Donnerstag, 27. September 2001, Universität Würzburg

 

Zusammenfassung der Diskussion

Nach den Vorträgen ergab sich eine sehr interessante Diskussion, die deutlich zeigte, dass an der Bedeutung der naturwissenschaftlichen Ausbildung der Medizinstudierenden nicht gezweifelt wird. Die moderne Medizin benötigt zum einen die Fähigkeit zum Abstrahieren und zum anderen ein molekulares Weltbild.
Es wurden in der Diskussion Forderungen nach Verbesserung der naturwissenschaftlichen Ausbildung in der Schule und nach Veränderungen des Auswahlmodus der ZVS laut. Auch wenn die Vorqualifikation die Ausbildung an der Universität erheblich beeinflusst, sollten sich die Ziele einer zu gründenden Arbeitsgruppe nicht primär daran orientieren.
Es sollte aber darüber nachgedacht werden, ein "Leitbild" eines zukünftigen Medizinstudenten zu entwerfen, das in der Schule publik gemacht wird und selbstverständlich auf die Bedeutung der Naturwissenschaften hinweist.

Es wurde angeregt, eine Übersicht zu erstellen, aus der hervorgeht, in welchem Umfang Lehrveranstaltungen in Chemie für Medizinstudierende angeboten werden und wie viel Personal für diesen Ausbildungsabschnitt zur Verfügung steht. Der Vorschlag, eine Kommunikationsplattform für die an der Chemieausbildung der Medizinstudierenden beteiligten Hochschullehrer und wissenschaftlichen Mitarbeiter zu schaffen, wurde allgemein begrüßt. Diese Arbeitsgruppe oder Interessengemeinschaft bietet die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens, das auch bei einem Studienortwechsel der Studierenden von Vorteil ist, um Fragen der Anerkennung von Leistungen schnell und unbürokratisch regeln zu können. In dieser Arbeitsgruppe sollte der Erfahrungsaustausch über erfolgreiche Methoden der Praktikums- und Seminargestaltung gepflegt werden, das könnte auch den Austausch der entsprechenden Unterlagen beinhalten. Auf den Treffen der Arbeitsgruppe könnten auch Vorträge zu medizinischen Themen angeboten werden, um den medizinischen Bezug in der Chemieausbildung zu verstärken.

Dr. Gisela Boeck, Rostock.

zurück zurück

Letzte Änderungen am: 8. Oktober 2001, A. Schunk