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Fragen zum Beilstein
Allgemeines
- Wie unterscheidet sich Beilstein
grundsätzlich von Chemical Abstracts ?
- Beilstein und Chemical Abstracts gehören beide in die
Kategorie der Sekundärliteratur, die
Informationen aus der Primärliteratur
(Zeitschriften usw.; siehe Module Chemische Literatur und Zeitschriften) auswerten und durch
entsprechende Indexierung und
Zusammenstellung zugänglich machen. Beides waren ursprünglich
gedruckte Quellen - Chemical Abstracts seit 1907, Beilstein 1881 bis
1998 - die jetzt als Datenbank
verfügbar sind und überwiegend so genutzt werden.
Chemical Abstracts als Referateorgan ist Literatur-orientiert
und indexiert Publikationen aus der Primärliteratur (Artikel aus Zeitschriften, Patente, usw.) in einer Literaturdatenbank (Eintrag in der Datenbank =
Publikation), angeordnet nach dem
Zeitpunkt des Erscheinens und in einer groben thematischen Gliederung
(CA Sektionen, siehe Modul Chemical Abstracts). Die im
wesentlichen den gedruckten Chemical Abstracts entsprechende
Literaturdatenbank wird durch eine separate Strukturdatenbank (CAS
Registry) für die Verbindungen aus der Literatur und eine
Reaktionsdatenbank ergänzt. Beilstein
als Handbuch ist
Verbindungs-orientiert (Eintrag in der Datenbank = Verbindung), die
Verbindungen sind nach ihrer Struktur angeordnet (Beilstein-System, vgl. Exkurs: Das Beilstein-System), die
Information im gedruckten Handbuch war jeweils über einen
grösseren Zeitraum (10-20 Jahre) zusammengefasst.
- Wann sucht man im Beilstein, wann in Chemical
Abstracts ?
- Wegen der enormen Vielfalt an verschiedenen Fragestellungen
lässt sich dies nur in einem grob orientierenden Sinn beantworten:
Der Beilstein ist unverzichtbar und als
Informationsquelle erste Wahl, wenn physikalische oder chemische
Eigenschaften von Verbindungen gesucht werden müssen, da
Chemical Abstracts keine "Routinedaten"
(Schmelzpunkt, Brechungsindex usw.) indexiert und praktisch
überhaupt keine numerischen Daten suchbar macht; auch Spektren
werden von Chemical Abstracts nur dann indexiert, wenn auf sie in der
Originalpublikation besonderes Gewicht gelegt wird - z.B. die
Diskussion von Spektren im Zusammenhang mit der Aufklärung der
Struktur einer Verbindung, aber nicht dann, wenn die Spektren "nur" zur
üblichen Charakterisierung einer Verbindung im experimentellen Teil einer Publikation erscheinen.
Der Beilstein ist auch dann unverzichtbar, wenn ältere
Literatur benötigt wird, da Chemical Abstracts erst seit 1907
erscheint. Für alle Fragestellungen, bei denen nicht Verbindungen,
ihre Reaktionen und wohldefinierten physikalischen Eigenschaften im
Zentrum stehen - z.B. Suchen nach Themen, Schlagworten, Autoren - sind
andere Informationsquellen anstelle des Beilstein, vor allem Chemical Abstracts, zu verwenden.
- Welche Verbindungen finde ich im Beilstein,
welche im Gmelin ?
- Anorganische und metallorganische Verbindungen finden Sie
grundsätzlich im Gmelin (Einzelheiten
dazu siehe Modul Gmelin), organische
Verbindungen im Beilstein. Diese
"Aufteilung" der Chemie gilt nicht im absoluten Sinne; so finden Sie
zahlreiche organische Verbindungen auch in der Gmelin-Datenbank (aber
mit meist keiner oder relativ weniger Information), da im Zusammenhang
mit Komplexierungsreaktionen auch die organischen Liganden in der
Gmelin-Datenbank registriert wurden. Umgekehrt findet man auch einige
Komplexe und vor allem Salze organischer Säuren in der
Beilstein-Datenbank; in diesen Fällen empfiehlt sich also eine
Suche in beiden Datenbanken. Diese ist sowohl bei CrossFire als auch bei STN einfach möglich, da jeweils beide
Datenbanken mit der gleichen Benutzeroberfläche abfragbar
sind.
- Ist die ganze ältere Literatur im Beilstein
überhaupt wichtig ?
- Im Unterschied zu anderen wissenschaftlichen Gebieten wie z.B.
Atomphysik oder Elektronik, und auch im Unterschied zu anderen
chemischen Teilgebieten wie etwa der Biochemie, sind für die
Organische Chemie auch die älteren Publikationen
potentiell wichtig. Zwar fehlen für ältere Publikationen vor
1950 viele heute wichtige spektroskopische Daten wie z.B. NMR-Spektren,
da diese und andere spektroskopische Methoden damals noch nicht bekannt
waren, aber die beschriebenen Verbindungen können deshalb nicht a
priori als "unzuverlässiger" betrachtet werden. Die eigentliche
experimentelle Herstellung ist in älteren Publikationen manchmal
sogar ausführlicher und präziser als in neueren Artikeln
beschrieben.
- Welche Zeitschriften werden im Beilstein erfasst
?
- Die Erfassung von Zeitschriften hat
sich im Laufe der Zeit natürlich geändert, und das nicht nur,
weil neue Zeitschriften erschienen sind und manche andere eingestellt
wurden (vgl. Modul Zeitschriften).
Derzeit werden für die Beilstein-Datenbank etwa 170
verschiedene Zeitschriften ausgewertet, über den gesamten Zeitraum
seit 1881 waren es insgesamt über 2'000 verschiedene
Zeitschriften, davon wurden ca. 300 im Dtail ausgewertet (siehe dazu
Datenbank CrossFire Beilstein sowie
Chemical Abstracts und Beilstein im
Vergleich im Modul Chemical
Abstracts).
- Enthält der Beilstein Verbindungen aus
Patenten ?
- Patente als wichtige Quelle in der Primärliteratur wurden vom
Beilstein nur bis 1980 erfasst. Während Sie also für
Information aus neueren Patenten auf Chemical
Abstracts oder spezielle Patentdatenbanken angewiesen sind, ist der
Beilstein eine wichtige Quelle für ältere Patente.
Beilstein-Handbuch
- Wird das Beilstein-Handbuch noch erweitert
?
- Nein, seit 1998 ist die Produktion des gedruckten Handbuchs
eingestellt, es wird nur noch die entsprechende Beilstein-Datenbank
produziert.
- Warum steht in vielen Bibliotheken dann noch das
Beilstein-Handbuch ?
- Der Zugriff auf die Datenbank ist zwar viel leistungsfähiger,
aber kosten- bzw. lizenzpflichtig, während das gedruckte Handbuch
in einer öffentlichen Bibliothek gratis zugänglich ist und so
eine billige Alternative für einfache Suchen in der älteren
Literatur darstellt.
CrossFire Beilstein
- Wie erhalte ich Zugriff auf CrossFire Beilstein
?
- Im Unterschied zu STN Beilstein
können Sie auf CrossFire Beilstein
nur dann zugreifen, wenn Ihre Institution (Hochschule oder Firma) diese
Datenbank für eine jährliche Gebühr lizenziert hat. Die
lizenzierte Datenbank wird entweder auf einem eigenen Server geladen
(viele Hochschulen sind Mitglieder von Datenbankkonsortien, die u.a.
solche Server betreiben), oder via CrossFire
Direct auf dem Server der Firma MDL
Information Systems GmbH benutzt. Ein fallweiser Zugriff gegen
Bezahlung wie bei STN Beilstein ist derzeit nicht möglich.
Auf der technischen Seite muss auf Ihrem PC (Windows oder Macintosh)
die zur Suche verwendete Client-Software Beilstein Commander installiert sein (Zugriff
via Web-Browser ist ebenfalls
möglich).
- Was sind häufige Fehlerquellen bei der
Benutzung des Beilstein Commander ?
- Der Commander behält alle von Benutzern getroffenen
Einstellungen bei, bis sie wieder von ihnen geändert werden, d.h.
sie werden nicht nach jeder Suche auf die Vorgabewerte des Systems
zurückgesetzt. Dies führt nach unserer Erfahrung zu folgenden
Problemen:
- die einmal ausgewählte Datenbank im Commander bleibt
eingestellt (Beilstein oder Gmelin). Das führt bei
aufeinanderfolgenden Recherchen nach anorganischen bzw. organischen
Verbindungen oft dazu, dass man vergisst, die geeignete Datenbank
auszuwählen und in der falschen sucht (z.B. metallorganische
Verbindungen im Beilstein statt im Gmelin).
- Einstellungen zur (Sub)Struktursuche im "Option"-Fenster des
Commanders (z.B. "Stereosearch on", "No Isotopes") werden ebenfalls
nach einer Suche nicht zurückgesetzt, sondern beibehalten. Da alle
solche Änderungen der Voreinstellungen aber im Strukturfenster des
Commander eingeblendet werden, ist dies weniger problematisch.
- im [View]-Menü bleibt der ausgewählte Anzeigemodus
ebenfalls erhalten, auch das kann zu Problemen führen: hat man
z.B. zur Anzeige nur bestimmter Daten einen "User View" definiert (vgl.
Lerneinheit Beilstein Datenstruktur für
Anzeige von Resultaten und Suche), dann bleibt dieser auch
für die nächste Suche eingestellt, obwohl man dort vielleicht
alle (oder andere) Eigenschaften sehen will. Besonders kritisch ist das
bei Reaktionen: der "Filter" Reaction View
für entweder All Reactions, Substance as
Product (Herstellung), oder Substance as
Reactant behält seine Einstellung über alle
Recherchen bei, bis er neu eingestellt wird.
Dringende Empfehlung: Auswahl der Datenbank vor
der Suche, Auswahl der Einstellungen zur Anzeige vor Resultatausgabe
jeweils überprüfen!
- Muss ich neben CrossFire Beilstein auch noch das
gedruckte Handbuch benutzen ?
- Im Prinzip nein - im Unterschied zur Gmelin-Datenbank ist grundsätzlich die
gesamte Information aus dem gedruckten Beilstein-Handbuch in der
Datenbank (aber natürlich wegen dessen Einstellung 1998 nicht
umgekehrt!). Wir sind zwar in einigen wenigen Fällen (vgl.
Beispiel in der Lerneinheit CrossFire
Beilstein: Einführung) auf einige Fälle gestossen, in
denen es zusätzliche Information im Handbuch gab, die nicht in der
Datenbank erschien, aber dies ist nach unserer Einschätzung nicht
von praktischer Bedeutung.
- Was ist der Unterschied zwischen STN und
CrossFire Beilstein ?
- CrossFire Beilstein und STN Beilstein werden aus der gleichen
Originaldatenbank produziert, wobei CrossFire die einfacher zu bedienende
Benutzeroberfläche hat und zu einem festen Preis lizenziert ist;
derzeit wird CrossFire auch häufiger aktualisiert als STN Beilstein. Für häufige Benutzung
durch Chemiker empfehlen wir deshalb CrossFire, bei nur gelegentlicher
Benutzung ist der Zugriff auf STN Beilstein kostengünstiger.
- Kann man im Beilstein nach Autoren suchen
?
- Beilstein ist eine Verbindungsdatenbank mit Literaturzitaten, bei denen allerdings die Namen
der Autoren sehr häufig unvollständig sind (vor allem
für die ältere Literatur wird oft nur der erste Autor
angegeben, gefolgt von et al. für die
anderen Autoren). Autorensuche ist also möglich, aber mit hoher
Wahrscheinlichkeit unvollständig!
Sie sollten für solche Fragestellungen die wesentlich besser
geeigneten Literaturdatenbanken wie z.B. Chemical Abstracts oder Science Citation Index benutzen (vgl. Modul Autoren).
- Kann man im Beilstein nach Themen suchen
?
- Nein, es sei denn, das gesuchte Thema ist eine der physikalischen
oder chemischen Eigenschaften, die vom Beilstein erfasst werden:
z.B. eine Suche nach NMR-Spektren einer Verbindung oder das Vorkommen
einer Verbindung in der Natur (Naturstoff)
sind möglich, oder Literatur zur Herstellung einer Verbindung,
nicht dagegen aber spezifisch Literatur zur industriellen Herstellung,
oder zur Biosynthese einer Verbindung. In gleichem Sinne sind
spezifische Daten zur Giftigkeit einer Verbindung suchbar, nicht
hingegen allgemein Publikationen zu deren Toxizität. Für
eigentliche thematische Recherchen sind Chemical
Abstracts entweder die erste Wahl oder zumindest eine
unverzichtbare Ergänzung zum Beilstein (siehe Module Chemical Abstracts und Themen (Schlagworte)).
- Kann man Verbindungen über ihre Namen
suchen ?
- Beilstein enthält für Verbindungen systematische Namen und teilweise auch
häufig verwendete Trivialnamen; da die Trivialnamen
unvollständig erfasst und die systematischen Namen relativ komplex
sind, haben Recherchen in der Beilstein-Datenbank nur orientierenden
Charakter. Wir empfehlen, eine Namenrecherche zu
einer Verbindung unbedingt mit der entsprechenden Strukturrecherche zu
ergänzen.
Falls Sie herausfinden müssen, welche Struktur zu einem Trivial-
oder Handelsnamen gehört, dann ist
CAS Registry die beste Informationsquelle
(vgl. Module Chemical Abstracts und
Verbindungen)
- Wie erhalte ich als Suchresultat im Beilstein
eine Literaturliste ?
- Bei der Suche nach Verbindungen, ihren Reaktionen und Eigenschaften
im Beilstein erhält man normalerweise die Verbindung mit ihren
Eigenschaften und den jeweils zugehörigen Literaturzitaten. Wenn
mehrere Daten oder Eigenschaften aus der gleichen Publikation stammen
(ein relativ häufiger Fall), dann erscheint das gleiche
Literaturzitat mehrmals im Suchresultat. In der Lerneinheit Beilstein Datenstruktur für Anzeige von
Resultaten und Suche ist beschrieben, wie Sie stattdessen eine
Liste aller Literaturzitate zu einer Verbindung in der
Beilstein-Datenbank erhalten können.
- Findet man Spektren im Beilstein ?
- Während Spektrendatenbanken (vgl.
Modul Spektren) die Spektren selbst
und Programme zur Suche nach Spektren, zu deren Vergleich und oft auch
zu deren Simulation enthalten, finden sie im Beilstein nur den
Verweis auf das Spektrum oder die spektroskopischen Daten in
der Literatur. Dieser "Nachteil" des Beilstein wird aber dadurch
aufgewogen, dass die Beilstein-Datenbank wesentlich mehr Verbindungen
(und Hinweise auf deren Spektren) enthält als die
spektroskopischen Datenbanken, bei denen selbst die grössten
Sammlungen (Massenspektren, 13C-NMR-Spektren, IR-Spektren)
in der Grössenordnung von 100'000 Verbindungen gegenüber 8
Millionen beim Beilstein liegen. Chemical
Abstracts ist hier meistens keine Alternative, da
Routinespektren dort nicht indexiert werden und daher nicht suchbar
sind.
- Warum findet man nicht zu allen Spektren
vollständige Angaben über Lösungsmittel usw., und warum
fehlt bei vielen NMR-Spektren die wichtige Angabe des gemessenen Kerns
(1H, 13C usw.) ?
- Die Beilstein-Datenbank wurde aus drei Quellen aufgebaut (vgl.
Exkurs: Geschichte der
Beilstein-Datenbank):
- gedruckte Handbuch-Bände (bis 1959, z.T. bis 1979)
- Rohmaterial für das Handbuch (manuelle Exzerpte aus der
Literatur 1960-79)
- spezifisch für die Datenbank elektronisch erfasste Literatur ab
1980
Während das Material aus dem Handbuch (mit der bekannten
"Beilstein-Qualität") und auch die spezifisch für die
Datenbank erfasste Information grundsätzlich alle Parameter zu den
Spektren enthält, sind diese Angabe für zahlreiche
Literaturzitate aus dem Zeitraum 1960-79 (Rohmaterial)
unvollständig. Dieses Problem wird im Modul Physikalische Daten behandelt.
- Ist die Beilstein-Datenbank eine Quelle für
CAS Registry Nummern ?
- Die CAS Registry Nummer ist derzeit der
wichtigste universale Identifikator für chemische Verbindungen in
Datenbanken, gedruckten Handbüchern und Katalogen. Bis etwa 1994
wurden für die meisten Verbindungen in der Beilstein-Datenbank
CAS Registry Nummern zugeordnet (damals
hatten etwa 3/4 aller Verbindungen in der Beilstein-Datenbank diese
Nummer; vgl. Exkurs: Geschichte der
Beilstein-Datenbank). Danach wurde diese Zuordnung leider
eingestellt. Die bestehende Zuordnung ist ausserdem nicht eindeutig:
wegen der unterschiedlichen Behandlung der Stereochemie in den Datenbanken von Beilstein
und Chemical Abstracts wurde die Zuordnung nur auf der Ebene der
Konstitution getroffen, für ein Stereoisomer im Beilstein werden
also die Registry Nummern verschiedener Diastereomere angegeben. Fazit:
nützlich in der Praxis, aber sicher kein Ersatz für die Strukturdatenbank Chemical
Abstracts Registry, die originale Quelle für CAS Registry Nummern.
STN Beilstein
- Wie erhalte ich Zugriff auf STN Beilstein
?
- STN International ist ein
öffentlicher Datenbankanbieter, der ca. 300 Datenbanken, darunter
STN Beilstein, unter einer gemeinsamen
Retrievalsprache STN Messenger anbietet.
Voraussetzung für die Nutzung dieser Datenbanken ist ein Vertrag
mit STN mit Zuteilung von Benutzerkennung und Passwort. Kosten
entstehen im Prinzip dann nur bei der tatsächlichen Nutzung von
Datenbanken, die von STN monatlich in Rechnung gestellt werden. Der
Vorteil eines Hosts wie STN ist die Nutzung vieler Datenbanken
verschiedener Produzenten unter der gleichen Benutzeroberfläche
(Retrievalsprache, z.T. auch Web-unterstützt) und mit einem
Nutzungsvertrag und einer Rechnung.
Gleiches gilt für die Beilstein-Datenbank bei Dialog.
- Warum ist der Ausdruck von Daten in STN
Beilstein so teuer ?
- Traditionelle Kostenfaktoren bei öffentlichen
Datenbankanbietern sind die Anschlusszeit an das System, die Zahl der
Suchen (beides beansprucht Rechenzeit) sowie Gebühren für den
Ausdruck von Information (Literaturzitate, Strukturen, Daten); die
Summe dieser Kosten wird dem Benutzer gemäss vorher bekannten
Einzelpreisen bei einer Suche in Rechnung gestellt. Zu Beginn der
Datenbanknutzung ab etwa 1972 war die Anschlusszeit als Mass für
die Rechnerbelastung der alleinige Faktor für die Kosten der
Datenbanknutzung, später kamen unter Reduktion dieses Faktors die
anderen erwähnten Kostenfaktoren hinzu (u.a., weil Rechenleistung
viel billiger wurde).
Der eigentliche Wert der Beilstein-Datenbank liegt in noch
weitergehendem Sinne als in anderen Datenbanken in der Zusammenstellung
der Daten und Eigenschaften von Verbindungen. Daher hat Beilstein ab dem 1.7.1995 radikaler als andere
Datenbankproduzenten mit dem etablierten Preissystem gebrochen: alle
Suchen, selbst die relativ aufwendige Substruktursuche (vgl. Modul
Verbindungen) sind im Unterschied etwa
zur Chemical Abstracts Strukturdatenbank gratis, während für
jedes angezeigte Datenfeld mit Eigenschaften ein relativ hoher Preis
bezahlt werden muss, denn das gesamte Einkommen für die Datenbank
beruht auf diesem Preis. Daher wurden auch die für fast alle
Datenbanken verfügbaren, orientierenden Gratisformate in STN
Beilstein abgeschafft.
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:39:39 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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