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Gedrucktes Beilstein-Handbuch

Beilsteins Handbuch der Organischen Chemie

Das gedruckte Beilsteins Handbuch der Organischen Chemie, kurz der "Beilstein" genannt, ist eines der klassischen gedruckten Handbücher, die ab dem frühen 19. Jahrhundert entstanden. Diese frühen Handbücher haben alle ihren Ursprung in Deutschland, das damals eine der führenden Rollen in der Chemie allgemein und die weltweit führende Rolle in der Chemieinformation spielte. Sie gehen auf die Initiative einzelner Chemiker zurück, und trage deshalb völlig zurecht im Jargon der Chemiker auch deren Namen class="keyword">Houben-Weyl, Theilheimer, usw. Handbücher entstanden als ein individueller Versuch, die schon im 19. Jahrhundert grosse und kaum übersichtliche Menge an Chemie-Literatur nach chemischen Prinzipien zu ordnen, zu klassifizieren und damit zugänglich zu machen.

Foto Beilstein-Handbuch

Während Referateorgane, die wie Handbücher ebenfalls zur chemischen Sekundärliteratur gehören, die von ihnen referierte Primärliteratur (Zeitschriften usw.) im Wesentlichen chronologisch anordnen, sind die Handbücher durch eine Organisation nach chemischen Kriterien ausgezeichnet, und in ihnen ist die Information organisiert nach:

  • Verbindungen: Beilstein, Gmelin
  • Reaktionen: Theilheimer, Houben-Weyl
  • physikalischen Daten: Landolt-Börnstein (siehe Modul Physikalische Daten)

Das Beilstein-Handbuch enthält für organische Verbindungen Informationen (Daten) über deren chemische und physikalische Eigenschaften, jeweils mit Angabe des Literaturzitats aus der Primärliteratur, aus dem diese Informationen stammen.

Auflagen des Beilstein-Handbuchs

Das "aktuelle" Beilstein-Handbuch ist die 4. Auflage, die seit 1918 erschienen ist. Alle Informationen aus den früheren Auflagen sind (ggf. mit entsprechenden Korrekturen) in die 4. Auflage übernommen worden, womit die früheren Auflagen völlig obsolet geworden sind (vgl. dazu Geschichte des Beilstein).


© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:34:57 2004 GMT
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