Invertierung von Registernamen
Bis einschliesslich Generalregister H -E II und in
den ersten acht Bänden des Dritten Ergänzungswerks sind die
Namen von Verbindungen im Register genauso geschrieben wie im
Handbuch-Text selbst.
In den folgenden Bandregistern sowie im Gesamtregister,
Centennial Index und den Bandregistern zum Fünften
Ergänzungswerk wurden die Namen der Verbindungen hingegen
invertiert:
- Name im Handbuch-Text: (2R:3R)-Dimethyl-bernsteinsäure
- invertierter Name im Register: Bernsteinsäure,
2,3-Dimethyl-
Invertierung bedeutet also, die normalerweise am Anfang des Namens
stehenden Substituenten (z.B. 2,3-Dimethyl-)
abzutrennen und hinter den Stammnamen (z.B.
Bernsteinsäure) zu plazieren, wobei Stammname und Substituent durch
das "Komma der Inversion" getrennt sind, das ebenso wie der Bindestrich
am Ende der Substituentenkette typisch für invertierte Namen ist.
Stereodeskriptoren werden in Registern
weggelassen, da ja alle Stereoisomeren im Handbuch nacheinander
angeordnet sind (siehe Beispiel: Verbindung im
Beilstein-Handbuch). Die Invertierung gilt sowohl für
Verbindungsnamen im Sachregister als auch im Formelregister.
Der Sinn dieser zuerst vom Chemical Abstracts
Service in seinen Verbindungsregistern für Chemical Abstracts angewendeten Methode ist es,
dass Verbindungen mit gleichem Stammnamen, die sich nur durch
verschiedene Substituenten unterscheiden, in einem alphabetisch
angeordneten gedruckten Register zusammen erscheinen.
Ein Beispiel zur Invertierung von Namen in Registern findet sich in
Isochinolin-Struktur im
Beilstein-Handbuch.
In Datenbanken ist diese Invertierung natürlich nicht nötig,
da hier im Unterschied zu gedruckten Registern mühelos über die
gesamte Datenbank gesucht werden kann, und die Reihenfolge der Verbindung
in der Datenbank grundsätzlich keine Rolle spielt. In der
Beilstein-Datenbank sind deshalb die Namen nicht invertiert.
Chemical Abstracts hingegen hat in seiner
Verbindungsdatenbank diese Invertierung beibehalten, damit der Inhalt der
gedruckten und elektronischen Versionen möglichst identisch ist
(vgl. dazu die Lerneinheit Exkurs: Register zu
Chemical Abstracts).
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:35:32 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
|