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Zeitliche Gliederung des Beilstein-Handbuchs

Bücher werden normalerweise aktualisiert, indem eine neue Auflage mit aktuelleren Informationen erscheint. Auch bei den Handbüchern war das zuerst der Fall, bei den grossen Handbüchern erzwang jedoch das schiere Volumen an Information bald eine andere Vorgehensweise.

Der Beilstein erschien von 1918-1998 in einer einzigen Auflage (4. Auflage), aber in mehreren Werken, die jeweils eine bestimmte Zeitperiode abdecken. Vorgesehen war jeweils eine Periode von zehn Jahren für ein Ergänzungswerk, in dem die gesamte Literatur aus dieser Zeit berücksichtigt wurde (also ein so genannter fester Literaturschluss). Später musste, u.a. wegen der Unterbrechungen im 2. Weltkrieg, von dieser Zehnjahrperiode abgewichen werden, um den Rückstand des Beilstein auf die Originalliteratur zu verringern. Die einzelnen Werke sind der besseren Übersicht halber durch entsprechende farbige Rückenschilder unterschieden.

Beilstein Werke Rueckenschilde
Beilstein-Handbuch: Beispiele für die Rückenschilde der verschiedenen Werke
Werk Kürzel Literaturperiode Einband Rückenschild
Hautptwerk H bis 1909 beige grün
Erstes Ergänzungswerk E I 1910-1919 beige dunkelrot
Zweites Ergänzungswerk E II 1920-1929 beige weiss
Drittes Ergänzungswerk E III 1930-1949 braun blau
Drittes +
Viertes Ergänzungswerk
E III/IV 1930-1959 braun schwarz +
blau
Viertes Ergänzungswerk E IV 1950-1959 braun schwarz
Fünftes Ergänzungswerk E V 1960-1979 blau hellrot

In den Beilstein-Registern werden die Ergänzungswerke mit römischen Ziffern I - V, und die Bände mit arabischen Ziffern 1-27 benannt. Die Sach- und Formelregister folgen als Bände 28 bzw. 29. Im Jahr 1938 erschienen im Rahmen des Ersten Ergänzungswerks einmalig die Bände 30 (Naturstoffe: Kautschuk, Guttapercha, Balata, Carotinoide, 2 Teilbände) und 31 (Kohlenhydrate); in späteren Ergänzungswerken wurden diese damals im Beilstein-System speziell behandelten Verbindungen nach ihrer Struktur in die entsprechenden anderen Beilstein-Bände eingeordnet (vgl. dazu Exkurs: Das Beilstein-System).


© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:34:59 2004 GMT
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