Sachregister (Namenregister)
Das Sachregister des Beilstein-Handbuchs ist ein
Namensregister der Verbindungen und in der Nummerierung der
Beilstein-Bände Band 28.
An den Namenregistern des Beilstein lässt sich gut die
historische Entwicklung der Nomenklatur
organischer Verbindungen und ebenso die Entwicklung von gedruckten
Register für chemische Verbindungen verfolgen.
Anordnung von Verbindungen in Namenregistern
Die Anordnung von Verbindungsnamen in Namenregistern erfolgt
grundsätzlich alphabetisch. Im Rahmen dieses einfachen Prinzips gibt
es aber Probleme, nämlich die Vielfalt der Namen für chemische
Verbindungen.
Probleme der Nomenklatur
Trotz aller Bemühungen um eine systematische Nomenklatur durch Organisationen wie IUPAC, Chemical Abstracts
Service und auch das Beilstein-Institut gibt es den
eineindeutigen Namen zu einer Verbindung nicht!
"Eineindeutig" bedeutet hier: zu einem systematischen Name gibt es
genau eine Verbindung, und zu einer Verbindung gibt es genau nur einen
systematischen Namen. Die üblichen systematischen Namen - z.B.
IUPAC-Nomenklatur - erfüllen die erste, aber nicht die zweite
Bedingung (vgl. dazu das Modul Strukturcodierung).
Ein systematischer Name für eine
organische Verbindung besteht im wesentlichen aus dem Stammnamen und den Substituenten, z.B.
- 2,3-Dimethyl-bernsteinsäure
Stammname: Bernsteinsäure
Substituenten: 2,3-Dimethyl-
- 6,7-Dimethoxy-2-methyl-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin
Stammname: Isochinolin
Hydrierungspräfix für den Stamm:
1,2,3,4-tetrahydro-
Substituenten: 6,7-Dimethoxy-2-methyl-
Beachten Sie, dass diese hier als Beispiel angegebenen, vom Beilstein
verwendeten "systematischen" Namen nicht völlig systematisch sind:
die beiden Stammnamen Bernsteinsäure und Isochinolin sind an sich
Trivialnamen!
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:35:30 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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