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Formelregister

Das Formelregister ist in der Nummerierung der Beilstein-Bände Band 29.
In jedem gedruckten Formelregister sind drei Regeln zur Anordnung der Informationen von Bedeutung, die nacheinander (d.h. auf drei verschiedenen Ebenen) zur Anwendung gelangen:

  1. Die Anordnung der Verbindungen mit gleicher Summenformel
  2. Die Anordnung der Elemente innerhalb einer einzelnen Summenformel
  3. Die Anordnung der verschiedenen Summenformeln innerhalb des Registers

1. Anordnung der Verbindungen mit gleicher Summenformel

Zu den meisten Summenformeln existieren mehr oder weniger zahlreiche Verbindungen, die bei gleicher Zusammensetzung (Summenformel) eine unterschiedliche Konstitution (Konstitutionsisomere) und ggf. auch noch bei gleicher Konstitution unterschiedliche Konfiguration aufweisen (Stereoisomere).
Zu deren Anordnung im Register gibt es zwei Varianten:

  1. alphabetisch nach dem Namen der Verbindung
  2. nach der Position der Verbindung im Beilstein-System, d.h. nach der Bandnummer im Beilstein

Methode 1 erfordert keinerlei Kenntnis des Beilstein-Systems zur systematischen Anordnung von Verbindungen im Beilstein-Handbuch (siehe Exkurs: Das Beilstein-System), sie wurde für alle neueren Beilstein-Register (u.a. Gesamtregister H - E IV, Centennial Index H - E IV, Bandregister E V) verwendet.
Die jetzt obsolete Methode 2 im alten Generalregister H - E II hatte den Vorteil, dass sich bei Kenntnis des Beilstein-Systems die Zahl der im Register durchzulesenden Eintragungen stark reduzierte, z.B. wenn man nach einer acyclischen Verbindung wie 2,3-Dimethylbernsteinsäure suchte, die nur in den Bänden 1- 4 für diese Verbindungsklasse vorkommen kann und daher im ersten Teil der aufgelisteten Konstitutionsisomere stehen muss.


© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:35:33 2004 GMT
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