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Bibliographische Daten und Abstract

Ein vollständiges Referat aus der Literarturdatenbank CAplus erstreckt sich SciFinder Scholar meist über mehrere Bildschirme, die wir hier nacheinander weidergeben. Es beginnt mit der Bibliographic Information:

  • Titel (fett dargestellt; englischer Originaltitel oder englische Übersetzung eines anderssprachigen Titels)
  • Namen der Autoren (invertiert, d.h. zuerst der Nachname, dann ein Komma, dann Vornamen/Initialen). Bis 1996 sind maximal 10 Autoren angegeben, bei mehr als 10 nur die 9 ersten, gefolgt von et al. Ab 1997 werden alle Autoren erfasst. Die Schreibweise der Namen wird aus der Originalliteratur übernommen, d.h., Vornamen werden im Unterschied zu anderen Referateorganen (z.B. Science Citation Index, Biological Abstracts) nicht zu Initialen verkürzt. Sonderzeichen (z.B. Umlaute) werden transliteriert., Namen aus nichtlateinischen Alphabeten transskribiert.
  • Adresse (nur die erste Adresse aus der Originalpublikation). Diese Information ist nicht standardisiert, Abkürzungen sind die Regel.
  • Zitat der Originalpublikation: hier gibt es Unterschiede je nach Typ der Originalpublikation. Beim Artikel aus einer Zeitschrift steht deren Titel (früher mit standardisierten Abkürzungen, jetzt ausgeschrieben), Publikationsjahr (in Klammern), Bandnummer (fehlt manchmal, wie auch in unserem Beispiel), Heftnummer (in Klammern), Seitenzahlen (erste und letzte Seite des Artikels). Darauf folgen CODEN und ISSN der Zeitschrift, sowei die Angabe der Originalsprache des Artikels. Am Schluss steht die Chemical Abstracts Number (CAN mit Bandnummer:lfd. Nummer des Abstracts, bis auf den Prüfbuchstaben am Schluss identisch mit der Nummer in der gedruckten Version von CA), eine "Accession Number" (AN, Jahr:Abstracts-Nummer) in der Datenbank, und die Bezeichnung der Datenbank-Version (CAplus).
    Beispiele für andere Publikationstypen finden Sie in CA/CAplus (Literaturdatenbank).
SciFinder Scholar: CA-Referat 1
SciFinder Scholar: CA-Referat 1 © American Chemical Society

Darauf folgt der Abstract. In den ersten Jahren von Chemical Abstracts waren die Abstracts noch sehr ausführlich (Sie werden in den Lerneinheiten dazu noch Beispiele sehen), und entheilten manchmal komplette Arbeitsvorschriften. Später hat dann der Chemical Abstracts Service von diesen informativen Abstracts (welche oft den Weg zur Originalpublikation erübrigten) auf kürzereindikative Abstracts umgestellt, welche lediglich die Entscheidung unterstützen solle, ob eine bestimmte Publikation im Original konsultiert (und dazu natürlich vorher beschafft) werden soll. Die Abstracts enthalten häufig Formeln wie in unserem Beispiel.
Seit etwa 1970 sind die Abstract derart standardisiert, dass der erste Satz alle wesentlichen Inhalte der referierten Publikation zusammenfasst, in unserem Beispiel die synthetisierten Steroide und den wesentliche Aspekt der vorgestellten Synthesemethode.


© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:27:45 2004 GMT
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