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Alternativen zu CA

Wegen der Breite (Typen und Anzahl der erfassten Originalliteratur) und der Tiefe (Qualität der Indexierung) kann es natürlich keine eigentliche Alternative zu den Chemical Abstracts geben. Gerade wegen der umfassenden Abdeckung der Chemie durch Chemical Abstracts sind diese aber in einigen Bereichen spezielleren Informationsquellen unterlegen, die sich auf bestimmte Bereiche konzentrieren.

  • Zeitrahmen: ab 1907
    Die Datenbanken Beilstein (organische Verbindungen) und Gmelin (anorganische und metallorganische Verbindungen) reichen zurück bis zum Beginn der Chemei als Wissenschaft im späten 18. Jahrhundert.
  • physikalische Daten zu Verbindungen:
    Für derzeit 13.6 Millionen Verbindungen in CAS Registry stehen zwar seit Oktober 2001 acht berechnete Datentypen zur Verfügung, die im Oktober 2002 noch durch fünf wichtige gemessene Daten (Schmelzpunkt, Siedepunkt, Dichte, Brechungsindex, optische Drehung) für 800'000 Verbindungen ergänzt wurden (siehe CA/CAplus (Literaturdatenbank)). Diese Daten können aber überwiegend weder von der Qualität (berechnet statt gemessen), noch von der Art und Anzahl der gemessenen Eigenschaften mit speziellen Datenbanken wie Beilstein und Gmelin mithalten.
    Gemessene Routinedaten und -spektren sind in Chemical Abstracts im Unterschied zu Beilstein und Gmelin nicht indexiert; eine Indexierung findet nur dann statt, wenn die Messung oder das Spektrum ein wesentlicher Teil des Inhalts der Publikation ist.
  • Reaktionen sind erst ab 1985 als solche in der Datenbank CASREACT erfasst (mit späteren Ergänzungen zurück bis 1975, siehe CASREACT (Reaktionen)).
  • zitierende Artikel werden erst seit 1999 in Chemical Abstracts erfasst, während der Science Citation Index diese Art Information ab 1945 anbietet (siehe Modul Zitationssuche).
  • Autoren und Adressen:
    Chemical Abstracts erfasste bis 1996 nur die ersten 10, seitdem maximal 255, und nur eine Adresse aus der Originalpublikation; der Science Citation Index hingegen erfasst alle Autoren und deren Adressen.
    Autorenrecherche in Chemical Abstracts sind daher manchmal unvollständig, und Suchen oder Einschränkungen über Institutionen (Adressen) problematisch und nicht empfehlenswert.
  • Spezialgebiete
    Für spezielle Gebiete der Chemie, z.B. Analytische Chemie oder Lebensmitelchemie, existieren Spezialdatenbanken. Diese sind meist auch wie Chemical Abstracts aus entsprechenden gedruckten Referateorganen entstanden. Solche Datenbanken sind Chemical Abstracts oft sowohl bezüglich spezieller Indexierung (Suchmöglichkeiten) für das jeweilige Gebiet, oder auch hinsichtlich der erfassten Spezialzeitschriften überlegen, wie z.B. Analytical Abstracts, oder Food Science and Technology Abstracts.
    Web Icon STN ANABS (Analytical Abstracts)
    Web Icon STN FSTA (Food Science and Technology Abstracts)
  • Grenzgebiete der Chemie
    Chemical Abstracts deckt zwar den Bereich der Chemie im weiteren Sinne einschliesslich Grenzgebiete ab, für die heutzutage wichtgen und zunehmenden interdisziplinären Fragestellungen ist es aber hinsichtlich der Breite gegenüber interdisziplinären Datenbanken wie dem Science Citation Index (siehe Modul Zitationssuche) oder PASCAL (Datenbankversion des gedruckten Referateorgans Bulletin Signaletique) manchmal im Nachteil.
    Web Icon Science Citation Index
    Web IconSTN PASCAL

© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:27:50 2004 GMT
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