Spezielle Patentdatenbanken
Spezielle Patentdatenbanken, die nur Informationen über Patente
enthalten (Zitate und teilweise auch den Volltext der Patente), sind mit
ihren spezifischen Suchmöglichkeiten ein unverzichtbares Hilfsmittel
für Patentspezialisten.
Datenbanken spezifisch für Patente können formal in drei
Kategorien unterteilt werden:
- allgemeine Patentdatenbanken (länder- und
themenübergreifend), z.B.
WPI (Derwent World Patent Index)
INPADOC (Patentdatenbank des International Patent
Documentation Center)
- nationale oder regionale Patentdatenbanken, z.B.
USPATFULL (Volltext der US-Patente ab 1975)
PATDPA (Patentdatenbank des Deutschen
Patentamtes)
- spezielle Patentdatenbanken, z.B.
MARPAT (CAS Markush-Patentdatenbank)
Datenbanken aller drei Kategorien werden von Hosts angeboten, die diese in "Patentclustern"
gruppieren und die Suche technisch möglichst vereinheitlichen, um
mit der gleichen Fragestellung möglichst verschiedene Datenbanken
parallel abzusuchen und Synergieeffekte zwischen ihnen zu nutzen, wie
hier z.B. der Host STN
International.
STN International: Cluster Patentdatenbanken © FIZ Karlsruhe
STN Patentcluster
Manche Hosts wie etwa Questel/Orbit haben
sich auf Patente, Marken und Gebrauchsmuster (alles Teilgebiete des Immaterialgüterrechts) spezialisiert
Questel/Orbit
Solche Patentdatenbanken sind oft sehr teuer in Aufbau und
Aktualisierung, und damit natürlich auch in der Nutzung. Aus diesem
Grund, aber vor allem wegen der Komplexität anspruchsvoller
Patentrecherchen (d.h. von Recherchen, die über orientierende
Information hinausgehen und bei denen aus rechtlichen Gründen
Vollständigkeit des Resultats erforderlich ist), sind diese
Datenbanken die Domäne der Patentspezialisten.
Wir stellen hier in der Lerneinheit Exkurs:
Patentdatenbanken zur Information nur einige von Ihnen am Beispiel
der Patente von Quinkert zur Östronsynthese kurz vor.
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:26:38 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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