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Chemieinformation
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Formen wissenschaftlicher Kommunikation

Information, Kommunikation, Dokumentation

Die Trias Information, Kommunikation, Dokumentation ist bestimmend für unser Thema in diesem Modul und die gesamte Chemieinformation.

Information über chemische Themen und Probleme ist natürlich das Ziel aller unserer Recherchen und daher auch der Kernpunkt unserer Betrachtungen in diesem Modul.

Information per se ist aber sowohl für den Chemiker persönlich als auch für den Fortschritt der Chemie, der Wissenschaften und der Gesellschaft als Ganzes nutzlos, wenn sie nicht an den Wirkungsort, an dem sie gebraucht wird, zur richtigen Zeit und in der richtigen Form transportiert wird: Information muss kommuniziert werden.

Kommunikation ist immer ein temporärer Prozess und an sich nicht nachhaltig. Information muss aber nicht nur einmal kommuniziert werden, sondern sie muss immer wieder verfügbar sein, wenn sie gebraucht wird. Sie muss also permanent gespeichert und dabei so geordnet und strukturiert sein, dass ein gezielter Zugriff möglich ist. Dies wird durch entsprechende Dokumentation erreicht.

Dokumentation im weiteren Sinn ist also mit der Strukturierung von Information befasst (Stichwort "Datenbanken"), mit ihrer Bereitstellung (Stichwort "Datenbankanbieter", "Bibliotheken"), und ihrer Archivierung (Stichwort "Bibliotheken").
Wir verwenden hier einen weiteren Begriff für Dokumentation als oft üblich.

Wissenschaftliche Literatur, so wie sie sich in den letzten 300 Jahren entwickelt hat, hat einen Schwerpunkt in der Dokumentation. Sie ist aber auch eine der wichtigsten Formen der formalen Kommunikation.

Häufig sieht man die chemische Literatur als Kommunikationsmedium beschrieben. Eine solche Beschreibung gebraucht eine Definition des Begriffs Medium, der den Schwerpunkt auf einen dynamischen Aspekt legt: das Medium als Mittel des Transportes, eben der Kommunikation von Information.
Wir benutzen hier den Medienbegriff in Strukturen und Medien der wissenschaftlichen Literatur in einem eher "statischen" Sinn: das Medium als der physilkalische Datenträger.

© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:22:45 2004 GMT
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