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Zusammenfassung

Die Kommunikation von Forschungsresultaten an die wissenschaftliche Öffentlichkeit erfolgt informell und temporär durch Vorträge und Konferenzen, oder formell und permanent durch Publikationen in der wissenschaftlichen Literatur. Neuerdings erfolgt dies auch immer mehr durch eine Art "Mittelding" zwischen beiden etablierten Kommunikationsformen, die Präsentation von Resultaten auf dem World Wide Web.

Wenn immer diese Kommunikation stattfindet, dann hat sie implizit zwei Ziele und Funktionen:

  • öffentliche Funktion: den Fundus der wissenschaftlichen Information zu erweitern und damit zum Fortschritt der Wissenschaft beizutragen
  • persönliche Funktion: den Anspruch auf die Priorität ("wir sind die ersten, die das gemacht haben") und auf die Anerkennung der eigenen Arbeiten zu manifestieren

Man könnte das erste Ziel als altruistisch und das zweite als egoistisch bezeichnen, aber diese simple Wertung wird der komplexen Realität der Forschung nicht gerecht. Das Publikationsverhalten der Wissenschaftler und damit das System der wissenschaftlichen Literatur kann man jedenfalls nur verstehen, wenn man beide Triebkräfte in Betracht zieht. Nicht nur die Forschung selbst, auch das Publizieren der Ergebnisse als Krönung des Forschungsprozesses ist mit viel Arbeit verbunden, die ohne Aussicht auf "Belohnung" wohl kaum jemand auf sich nehmen würde.


© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:22:48 2004 GMT
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