Entwicklung der chemischen Literatur
Die Zahl der Zeitschriften in der Chemie stieg bald einmal derart an,
dass sie für den einzelnen Wissenschaftler nicht mehr
überschaubar war. Einige Zeitschriften gingen deshalb dazu
über, auch Artikel aus anderen Zeitschriften kurz zu beschreiben.
Aus diesen Aktivitäten entstanden dann die Referateorgane, als erstes 1830 das
Pharmaceutische Central-Blatt, 1850 in das
Chemisch-Pharmaceutische Central-Blatt und schliesslich
1856 in Chemisches Zentralblatt umbenannt.
Eine weitere publizistische Aktivität war das Zusammentragen von
chemischem Wissen in Handbüchern, und zwar sowohl als Grundlage
wissenschaftlicher Arbeiten, als auch für den sich verbreitenden
Unterricht in Chemie an Universitäten. Später differenzierten
sich dann diese ersten Handbücher einerseits in Lehrbücher,
andererseits in die eigentlichen wissenschaftlichen Handbücher wie Gmelin und Beilstein.

Gmelin, Handbuch der Theoretischen Chemie, Band 1 (1817) ©
Verlag Chemie (Faksimileausgabe des Originals)
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:22:42 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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