Formula Index
Die ersten Bände der Chemical Abstracts hatten
noch kein Summenformelregister, das erst 1920 eingeführt wurde. Auch
die ersten Decennial Indexes erschienen ohne
Formula Index, der erst 1947 mit einem
Collective Formula Index 1920-1946 begann. Seither
erscheinen alle Register mit einem Formula Index.
Die Reihenfolge der Elemente in der Summenformel ist durch das vom
Chemical Abstracts Service 1920
eingeführte Hill-System festgelegt: bei
Kohlenstoff-Verbindungen sind zuerst C, dann H aufgeführt, dann alle
anderen Elemente strikt in alphabetischer Reihenfolge.
11th Collective Formula Index: Titel und Seite aus Teilband 8 von 14
(1987) © American Chemical Society
Östron als Verbindung mit sehr viel Literatur erfährt auch
im Formula Index eine spezielle Behandlung. Für
(+)-Östron sind nämlich nicht wie für andere Verbindungen
im Register die Chemical Abstracts Numbers
der zugehörigen Referate angegeben. Stattdessen gibt es nur einen
(von uns rot unterlegten) Verweis auf den CA Chemical Substance
Index.
Für andere Verbindungen sind im Formula Index zu einer
Summenformel die CA Indexnamen
aller Verbindungen in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt, welche
die entsprechende Zusammensetzung haben. Die oft grosse Zahl an Konstitutionsisomeren für die meisten
Summenformeln vermindert die Nützlichkeit des Formula Index.
11th Collective Formula Index: Ausschnitt aus Teilband 8 ©
American Chemical Society
Für die verschiedenen Stereoisomeren
von Östron (von uns rosa unterlegt) sind die Chemical Abstracts Numbers der entsprechenden
Referate aufgelistet. Im wesentlichen
Unterschied zum CA Chemical Substance Index gibt es aber
keinerlei Erläuterung zum Inhalt dieser Referate, da im Formula Index keine "modifying phrase" existiert. Früher hat man
daher den Formula Index oft nur dazu benutzt, den CA Indexnamen einer Verbindung festzustellen und
dann mit diesem im Chemical Substance Index
zu suchen.
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:28:33 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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