Ringsysteme in Verbindungen
Da mehr als 85 % aller Verbindungen in Chemical
Abstracts einen oder mehrere Ringe enthalten, hat der Chemical Abstracts Service schon früh einen
speziellen Aufwand zur Beschreibung und Indexierung von Ringsystemen
getrieben. Im Jahr 1916 erscheint erstmals ein Index of Ring
Systems im Subject Index. Schon 1921 war
geplant, eine Liste aller damals von CAS
erfassten Ringsysteme zu publizieren. Dies erfolgte aber erst nach
weiterer Standardisierung der Nomenklatur im Jahr 1940: The Ring
Index mit 3'978 Ringsystemen. Die zweite Auflage 1960 enthielt
bereits 7'272 verschiedene Ringsysteme. Sie wurde mit
Ergänzungsbänden in den Jahren 1963, 1964 und 1965 auf den
Stand der Literatur bis 1963 nachgeführt (total 14'265 Ringsysteme),
dann aber nicht weiter aktualisiert
Ab Band 51 (1957) erscheint ein Index of Ring
Systems, der Ringe formal nach ihrer Grösse und
Zusammensetzung beschreibt. Dieser Index erschien einmalig für den
8th Collective Index im (damals neuen) Index Guide sowie
ab 1967 im letzten Band des Formula Index, dann von 1972
bis 1991 (9th-12th Collective Index) in dessen erstem Band.
Ab März 1977 erschien dann wieder ein eigenständiges
Register für Ringsysteme mit Strukturformeln, das Parent
Compound Handbook. Seit 1984 erscheint es in verbesserter Form
als Ring Systems Handbook. Dieses wird durch
halbjährliche, kumulierte Supplements (Ergänzungsbände)
umd die ständig veröffentlichten neuen Ringsysteme erweitert
und alle fünf Jahre komplett neu herausgegeben. Die Ausgabe 2003
enthält über 125'000 verschiedene
Ringsysteme.
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:28:47 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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