Nutzung elektronischer Zeitschriften
Mit den elektronischen Zeitschriften verlagert sich die Benutzung
direkt zu den Verlagen und wissenschaftlichen Gesellschaften. Die Rolle
der Bibliotheken beschränkt sich auf das Abschliessen von
Lizenzverträgen, die den Zugang zu den Inhalten bestimmter
Zeitschriftenjahrgänge ermöglichen, und auf die Vermittlung des
Zugangs über Bibliothekskataloge oder Listen auf ihren Websites.
Die nachfolgende Darstellung zeigt einen grossen Vorteil des
elektronischen Mediums für die Benutzer: Der Gang zur
intermediären Institution Bibliothek entfällt, da nach der
Veröffentlichung die Zeitschriftenartikel 24 Stunden pro Tag und
direkt am Arbeitsplatz oder zuhause zur Verfügung stehen. Artikel
können recherchiert werden, zusätzlich sind spezielle
webbasierte Dienste möglich.
Aber auch etliche Nachteile sind ersichtlich, die dadurch entstehen,
dass die Inhalte nur noch bei den Verlagen und wissenschaftlichen
Gesellschaften verfügbar sind. Sie betreffen hauptsächlich die
Versorgungssicherheit: Zum einen zwingt der Wechsel zu
Lizenzverträgen die Bibliotheken, die Lizenzen ständig zu
erneuern, damit der Zugang zu den älteren Ausgaben noch
gewährleistet ist - dies wird angesichts der jährlich stark
steigenden Lizenzkosten immer schwieriger für die Bibliotheken. Zum
anderen ist die Archivierung der digitalen Inhalte noch nicht
gelöst.
Nutzung elektronischer Zeitschriften
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:24:46 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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