HTML
Das HTML-Format (HTML = Hypertext Markup
Language) ist eine standardisierte Auszeichnungssprache für
Web-Dokumente und eine der drei Säulen des World
Wide Web (neben dem HTTP = Hypertext Transfer Protocol für die
Kommunikation der Daten im WWW und dem URI = Uniform Resource Identifier
für die genaue Adressierung). Es erlaubt Texte, Graphiken und
Multimediaobjekte einzubetten; so genannteHyperlinks verknüpfen einzelne HTML-Dokumente
und ermöglichen die Navigation im WWW oder auch innerhalb einer
Webseite (Hypertext-Navigation). Die gängigen Web-Browser erlauben, den Text zu skalieren, jedoch
nicht die Abbildungen.
Darstellung eines elektronischen Zeitschriftenartikels im HTML-Format:
S. Glaus, G. Calzaferri, R. Hoffmann, Chem. Eur. J. (2002), 8, 1786
Der bereits gezeigte Artikel von Glaus, Calzaferri und Hoffmann
gleicht im HTML-Format nicht mehr dem
Artikel aus der Printzeitschrift: der abgebildete Inhalt hat sich der
Fenstergrösse und den Voreinstellungen des Browsers (gewählter
Zeichensatz, Schriftgrösse, Hintergrundfarbe, Linkfarbe) angepasst.
Mit der Hypertextstruktur in der linken Navigationsspalte kann jedoch
schnell zwischen den einzelnen Abschnitten hin- und hergesprungen werden,
ebenso ist der Artikel klar als Bestandteil von grösseren Einheiten
erkennbar, nämlich dem Zeitschriftenheft und der Zeitschrift selber,
die ebenfalls über Links erreichbar sind. Tabellen und Abbildungen
sind separat ansprechbar, durch Anklicken der e-mail-Adressen der
Korrespondenzautoren lässt sich eine e-mail an diese verschicken.
Die Referenzen in der Literaturliste sind ebenfalls navigierbar (siehe
Lerneinheit Verknüpfung der
Literatur). Das HTML-Format bietet
also eine weit höhere Funktionalität als das PDF-Format.
Allerdings besitzt HTML aber auch
Nachteile: Da
die Texte, Graphiken und Multimediaobjekte in mehreren unterschiedlichen
Dateien aufgetrennt, ist ein Download für die lokale
Weiterverwendung nur mit fortgeschrittenen Hilfsmitteln und Browsern
möglich. Zudem ist der Herstellungsaufwand für die Verlage
wesentlich höher als für PDF-Dateien, was sich in rund 30% höheren
Produktionskosten für beide Medien gemeinsam (Print- und
elektronische Zeitschrift), als wenn nur die Printzeitschrift produziert
werden müsste.
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:24:52 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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