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Sekundärliteratur

Die chemische Originalliteratur enthält zwar die eigentliche Information, die der Chemiker benötigt, der unmittelbare Zugriff dazu ist aber durch zwei Umstände behindert:

  • die sehr grosse Zahl an verschiedenen chemischen Zeitschriften (Grössenordnung 20'000, wenn man auch Grenzgebiete mit einbezieht), und die noch grössere Zahl an einzelnen Artikeln (etwa eine halbe Million pro Jahr) und Patenten
  • die sehr beschränkten Suchmöglichkeiten in Zeitschriften: Register oft nur für Autoren, manchmal auch für Themen, aber praktisch nie für die so wichtigen Verbindungen

Daher entstand schon früh (1830) die Kategorie des Referateorgans, und noch früher (1817) die des wissenschaftlichen Handbuchs. Beide haben als Sekundärliteratur die Funktion, die Originalliteratur zu erfassen, die wesentlichen Inhalte zu komprimieren, und diese Information zu erschliessen, d.h. suchbar zu machen. Dies geschah zuerst durch gedruckte Register, später durch Datenbanken.


© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:22:57 2004 GMT
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