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Referateorgane

Referateorgane operieren auf der Basis individueller Artikel in Zeitschriften, Konferenzberichten usw. und einzelner Patente. Für solche Publikationen werden einerseits die bibliographischen Daten erfasst: Namen der Autoren, deren Adressen, Titel, vollständiges Zitat mit allen nötigen Angaben wie Titel des Publikationsorgans, Band/Heftnummer, Seitenzahl, bei Patenten Patentnummer und verwandte Daten.
Dann wird der Inhalt einerseits in einer Zusammenfassung (Abstract) komprimiert, andererseits werde alle wesentlichen Informationen (Themen, Verbindungen, Reaktionen usw.) aus der Originalpublikation (nicht nur aus der Zusammenfassung!) indexiert, d.h. mit möglichst standardisierten Begriffen beschrieben.

Sowohl die bibliographischen Daten als auch die Indexierung sind in entsprechenden gedruckten Registern suchbar. Die Umstellung auf Datenbanken hat dabei die Suchmöglichkeiten deutlich erweitert.

Bei der Suche in Referateorganen erhält man immer eine Liste von Literaturzitaten, um die Originalliteratur zu finden, und Informationen über deren Inhalt aus Titel, Abstract und Indexierung. So kann man entscheiden, ob sich der Zugriff auf die jeweilige Publikation zu lohnen scheint. Diese Auswahl ist in der Praxis entscheidend, denn man wird meist nicht die Zeit aufwenden können, etwa alle bei einer Recherche in Chemical Abstracts aufgefundenen Literaturzitate im Original nachzuschlagen. Eine ausreichende Information zum Inhalt einer Originalpublikation ist auch dann wichtig, wenn deren Beschaffung mühsam oder mit Kosten verbunden ist (z.B. bei Bestellung von Artikeln, insbesondere aus dem Ausland, die in der eigenen Bibliothek nicht zugänglich sind).

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© American Chemical Society

Das wichtigste Referateorgan und die wichtigste einzelne Informationsquelle in der Chemie sind die Chemical Abstracts, welche die Primärliteratur ab 1907 erfassen (siehe Modul Chemical Abstracts).
Daneben sind in der Chemie auch interdisziplinäre Referateorgane wie der Science Citation Index (u.a. Thema des Moduls Zitationssuche), oder entsprechende Sekundärliteratur (bzw. Datenbanken) der Nachbardisziplinen wie z.B. Biological Abstracts wichtig.


© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:22:58 2004 GMT
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