Tertiärliteratur
Die am wenigsten einheitlich definierte Literaturkategorie ist die
Tertiärliteratur, die zeitlich und inhaltlich am weitesten von der
Originalliteratur entfernt ist. Kennzeichnend für diesen Typ ist der
hohe Abstraktionsgrad - entweder ist nur das Wichtigste eines
grösseren Gebiets behandelt wie z.B. in den vielbändigen
Enzyklopädien bzw. den ein- bis mehrbändigen Lexika, oder nur ein spezielles Gebiet der Chemie,
das dann mehr in die Tiefe gehend abgehandelt wird wie in den zahlreichen
Monographien.
Handbücher wie Gmelin oder Beilstein werden wegen ihres hohen
Grades an Aufarbeitung der Information häufig auch zur
Tertiärliteratur gerechnet, wir und andere ordnen sie aber wegen
ihres mit Referateorganen vergleichbaren Umfangs und ihres
Referenzcharakters der Sekundärliteratur zu.
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:23:02 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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