Indexierung 2
Dieses Beispiel (Referat 36 von
204 in
CAplus) sieht auf den ersten Blick ähnlich aus. Der CAS Registry
Number von Östron folgt aber die Buchstabenkombination DP, und dann eine Phrase, die anzeigt, dass es
sich hier nicht um Östron selbst, sondern um ein Reaktionsprodukt
handelt. Darauf folgt wieder die Strukturformel von Östron, und in
der Indexierung die "roles" IMF und PREP. Die zeigen an, dass es auch hier wieder um
die Herstellung geht (ebenso wie der Code P
bei der CAS Registry Number), aber diesmal nicht um eine Herstellung im
Labormasstab (SPN = Synthetic preparation), sondern um ein industrielles
Herstellungsverfahren: IMF = Industrial manufacture.
SciFinder Scholar: Ausschnitt Indexierung (Derivatives) © American
Chemical Society
Unspecified Derivatives
Der Chemical Abstracts Service (CAS)
erfasst Verbindungen aus der Originalliteratur so spezifisch wie
möglich, d.h. mit ihrer Strukturformel und ihrer Summenformel. Es
gibt aber Fälle in der Literatur, bei denen eine Substanz weder
durch die Strukturformel, noch die Summenformel (Zusammensetzung), noch
durch eine andere direkt auf ihe Identität bezogene Information
beschrieben ist. Solche Substanzen sind häufig nur durch ein
definiertes Ausgangsmaterial (in unserem Beispiel (+)-Östron) und
die Art ihrer Herstellung beschrieben (in unserem Beispiel die Reaktion
mit chloracetamidomethylierten Polysulfonen). Sie werden deshalb als
unspecified derivatives der Ausgangsverbindung erfasst und in
der Indexierung verwendet. Sie erhalten nicht wie andere Verbindungen
eine eigene CAS Registry Number, sondern
diejenige der Ausgangsverbindung mit einem nachgestellten D.
Spezifische Derivate eines Ausgangsmaterials werden dagegen als
eigenständige Verbindungen mit Strukturformel, Summenformel und
eigener CAS Registry Number
erfasstindexiert, ohne jeden Zusammenhang mit der Ausgangsverbindung.
© Dr. Engelbert Zass, ETH Zürich, Tue Apr 6 09:30:16 2004 GMT
BMBF-Leitprojekt Vernetztes Studium - Chemie
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