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  Lungenödem Pathophysiologie

Bei einer Erhöhung des Druckes auf einer Seite einer semipermeablen Membran kann die Osmose auch rückgängig gemacht werden. Wird auf die Lösung höherer Konzentration Druck ausgeübt, diffundiert Wasser durch die Membran in die verdünntere Lösung, es kommt zur Umkehrosmose. Dieser Prozeß läuft so lange, bis der hierdurch aufgebaute osmotische Druck genauso groß ist, wie der äußere Druck. Mit diesem Verfahren kann beispielsweise sehr reines Wasser aus Leitungswasser gewonnen werden.

   Umkehrosmose

Eine Umkehrosmose kann auch in den Lungen auftreten. Dabei tritt Wasser aus den Blutkapillaren in das Interstitium des Lugengewebes bzw. in die Alveolen über. Es kommt zur Ansammlung einer wässrigen Flüssigkeit in der Lunge, ein Lugenödem entsteht.

Häufigste Ursache für die Ausbildung eines Lungenödems ist eine Linksherzinsuffizienz. Durch die verminderte Leistung des linken Ventrikels kommt es zu einem Blutrückstau in der Lunge. Der Blutdruck in den Lungengefäßen steigt, als Druckausgleich diffundiert Wasser aus den Kapillaren ins Lungengewebe.
Weitere Störungen, die zu einem Lungenödem führen können, sind bestimmte Stoffwechselstörungen, eine stark erhöhte Durchlässigkeit der Lungenkapillaren oder eine Lungenentzündung.

Beim Patienten tritt eine wachsenden Atemnot (Dyspnoe) und in der Folge eine Zyanose (bläuliche Verfärbung von Haut und Schleimhäuten infolge Sauerstoffmangels) auf. Charakteristisch sind rasselnde Atemgeräusche, die bei fortgeschrittenem Ödem mit dem bloßen Ohr hörbar sind:

Quelle: IVA Univ. Ulm

Das Röntgenbild ist stark verwaschen, die Gefäßkonturen sind unscharf. Die Lungengefäße zeichnen sich stärker ab, da nun auch kleine Gefäße stark durchblutet sind.

Als Sofortmaßnahme muß der Oberkörper hoch, die Beine tief gelagert werden. Es werden Diuretika und Herzmittel gegeben, ggf. mit Sauerstoff beatmet.

Röntgenaufnahme
Thoraxübersichtsaufnahmen (p.a.)
Bildquelle: Dr. M. Grunewald et. al., Inst. Diagnostische Radiologie, Univ. Erlangen-Nürnberg (Lernsystem "Compare")

© Prof. Dr. J. Gasteiger, Dr. A. Schunk, CCC Univ. Erlangen, Fri Mar 30 11:41:36 2001 GMT
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